Wissenswertes
Mobile Praxis für Osteopathie & Chiropraktik für Pferde, Hunde und Katzen
Sattel-Webinar
Kostenloses Video-Seminar:
Weißt du eigentlich, wie ein Sattel aufgebaut ist?
Finde endlich einen passenden Sattel für dein Pferd!
Dieses Webinar gibt dir umfangreiche Informationen an die Hand, mit deren Hilfe du die Passform deines Sattels überprüfen kannst.
Ganzheitliche Ansätze zur Behandlung von Erkrankungen und Problemen bei Pferden
Ganzheitliche Behandlung bei Wirbelengstand (Kissing Spines)
Was genau versteht man unter Kissing Spines?
Normalerweise stehen die Dornfortsätze der Pferdewirbelsäule wie die Zinken eines Kamms in einem gleichmäßigen Abstand zueinander. Bei Kissing Spines (engstehende oder sich berührende Dornfortsätze) ist dieser Abstand verringert. Die knöchernen Fortsätze kommen sich zu nahe oder reiben sogar aneinander. Dies geschieht meist im Bereich der Sattellage (hintere Brustwirbelsäule) oder der vorderen Lendenwirbelsäule.
Durch den Kontakt entstehen schmerzhafte Entzündungen der Knochenhaut und Veränderungen am Knochengewebe. Das Pferd reagiert darauf mit einer massiven Schutzspannung: Die Rückenmuskulatur wird fest, der Rücken "weggedrückt" und die natürliche Beweglichkeit geht verloren.
Checkliste: Woran erkenne ich Kissing Spines?
• Empfindlichkeit beim Putzen: Wegdrücken des Rückens oder Abwehrreaktionen.
• Sattelzwang: Unwillen, Ohrenanlegen oder Schnappen beim Angurten.
• Rittigkeitsprobleme: Schwierigkeiten beim Untertreten, Buckeln oder Verweigern von Versammlung.
• Taktfehler: Unregelmäßigkeiten im Gangbild, die oft nicht klar lahmheitsbedingt sind.
• Muskelabbau: "Kuhlen" neben der Wirbelsäule trotz Training.
Wie helfen Osteopathie und Chiropraktik?
Da Kissing Spines die gesamte Statik beeinträchtigen, ist das Pferd oft in einer dauerhaften Schonhaltung. Mit Hilfe von Osteopathie können tiefsitzende myofasziale Verspannungen und Verklebungen, die durch diese Fehlbelastung entstehen, gelöst werden. Durch manuelle Behandlungsansätze können begleitende Blockaden in den Wirbelgelenken behandelt werden. Ziel ist es, die Beweglichkeit der gesamten Wirbelsäule so zu optimieren, dass das Pferd aus der schmerzhaften Verspannung findet.
Akupunktur als Abschluss der Behandlung
Ich setze die Akupunktur gezielt am Ende der Sitzung ein. Nachdem die manuellen Blockaden gelöst wurden, hilft die Akupunktur, den Energiefluss im Blasenmeridian zu harmonisieren und die lokale Durchblutung nachhaltig anzuregen. Sie wirkt wie ein "Reset" für das Nervensystem, beruhigt die gereizten Schmerzrezeptoren und festigt den therapeutischen Erfolg der vorangegangenen osteopathischen Korrekturen.
Ganzheitliche Hilfe bei Fehlbildungen der unteren Halswirbelsäule (ECVM)
Was ist ECVM?
Die Diagnose ECVM (Equine Complex Vertebral Malformation) verunsichert viele Pferdebesitzer. Doch was verbirgt sich hinter dieser angeborenen Fehlbildung der unteren Halswirbelsäule? Meist fehlen knöcherne Anteile am 6. und 7. Halswirbel, was die Stabilität im Hals-Brust-Übergang schwächt.
Symptome:
Da bei ECVM-Pferden wichtige Ansatzstellen für die stabilisierende Muskulatur (wie den M. longus colli) fehlen, muss der restliche Körper diese Instabilität kompensieren. Das führt oft zu einem „diffusen“ Beschwerdebild:
• Verspannungen im Bereich von Hals, Schulter und Rücken.
• Ataktische Bewegungen und Koordinationsstörungen
• Ein gestörtes Körpergefühl (Propriozeption) erzeugt Rittigkeitsprobleme.
Warum Osteopathie und Physiotherapie hier entscheidend sind:
Durch osteopathische Techniken werden entstandenen Kompensationen gelöst. Dadurch hilft man dem Pferd, wieder in ein besseres Gleichgewicht zu finden.
Einsatz myofasziale Release-Techniken:
ECVM führt oft zu massiven Verspannungen im Bereich von Hals, Schulter und Brust.
Das Lösen myofaszialer Einschränkungen korrigiert Fehlbelastungen im cervico-thorakalen Übergang (Hals-Brust-Übergang), ohne jedoch eine zusätzliche Instabilität zu provozieren.
Myofasziale Fitness ist entscheidend, um die Elastizität der Gewebe zu erhalten, die oft als „Ersatz-Stabilisatoren“ überbeansprucht werden.
Physiotherapie ergänzt dies durch gezielte Übungen, um die tiefe Muskulatur zu stärken, die das fehlende „knöcherne Fundament“ aktiv ersetzen muss.
Ein angepasstes Management ist der Schlüssel:
ECVM bedeutet nicht das Ende als Reitpferd. Es erfordert jedoch ein wachsames Auge und ein spezielles Training, das auf funktionale Stabilität setzt.
Ganzheitliche Behandlung von Erkrankungen und Problemen bei Hunden und Katzen
Ganzheitliche Hilfe bei Hüftdysplasie (HD) bei Hund und Katze
Was genau versteht man unter Hüftdysplasie (HD)?
Die Hüftdysplasie ist eine Fehlbildung des Hüftgelenks, bei der der Oberschenkelkopf nicht stabil und passgenau in der Gelenkpfanne sitzt. Ist die Pfanne zu flach oder der Kopf verformt, entsteht eine Instabilität (Laxität). Durch die fehlerhafte Mechanik reiben Knochen auf Knochen, was zu schmerzhaften Entzündungen, Knorpelverschleiß und schließlich zu Arthrose führt. Der Hund versucht, diesen Schmerz durch eine veränderte Beckenstellung und eine Gewichtsverlagerung auf die Vorderhand zu kompensieren.
Checkliste: Woran erkenne ich HD?
Symptome beim Hund:
- Instabiler Gang: Wackeln mit der Hüfte oder ein "hoppelndes" Laufen (beide Hinterbeine gleichzeitig).
- Probleme beim Aufstehen: Deutliche Startschwierigkeiten oder Steifheit nach dem Liegen.
- Nachlassende Belastbarkeit: Hund möchte keine langen Spaziergänge mehr, setzt sich zwischendurch hin.
- Treppensteigen: Deutliches Zögern vor Stufen oder Schwierigkeiten beim Einsteigen ins Auto.
- Muskelabbau: Sichtbarer Rückgang der Muskulatur an den Hinterläufen.
- Schmerzäußerungen: Jaulen oder Winseln bei plötzlichen Bewegungen oder beim Abtasten der Hüfte.
Symptome bei der Katze:
- Sprungunlust: Meiden von erhöhten Plätzen (Fensterbänke, Schränke), die früher problemlos erreicht wurden.
- Verminderte Aktivität: Weniger Spielfreude, längere Schlafphasen und Rückzug.
- Verändertes Gangbild: Steifer, stelziger Gang oder leichtes Einknicken der Hinterhand.
- Vernachlässigte Fellpflege: Verfilzungen im hinteren Rückenbereich, da das Putzen dort Schmerzen verursacht.
- Auffällige Sitzposition: Ausstrecken der Hinterbeine nach vorne zur Entlastung der Gelenke.
- Unsauberkeit: Kot- oder Urinabsatz neben der Toilette, da der hohe Einstieg Schmerzen bereitet.
Während Hunde Schmerzen oft deutlich durch Lahmheit oder Lautäußerungen zeigen, verbergen Katzen ihre Beschwerden instinktiv sehr lange und zeigen HD eher durch subtile Verhaltensänderungen oder das Meiden von Sprüngen.
Wie helfen Osteopathie und Chiropraktik (Manuelle Therapie)?
Da die HD das gesamte Gangbild verändert, leidet der ganze Körper unter massiven Verspannungen. Durch Osteopathie werden myofasziale Verklebungen und muskuläre Verspannungen in der Rücken- und Kruppenmuskulatur gelöst, die durch die ständige Schonhaltung entstehen. Mit Hilfe manueller Behandlungsansätze werden begleitende Blockaden in der Wirbelsäule und den Kreuzbein-Darmbein-Gelenken (ISG) korrigiert. Ziel ist es, die Beweglichkeit so zu optimieren, dass Fehlbelastungen an Knien und Wirbelsäule minimiert werden.
Akupunktur als Abschluss der Behandlung
Ich setze die Akupunktur bewusst am Ende der Behandlung ein. Nachdem die manuellen Blockaden gelöst und die Gelenke mobilisiert wurden, hilft die Akupunktur, den Energiefluss im Bereich der Hinterhand zu harmonisieren und die lokale Durchblutung im entzündeten Gewebe anzuregen. Dies wirkt wie ein beruhigender Impuls auf das Nervensystem, lindert die Schmerzleitung und unterstützt den Hund dabei, sein korrigiertes Gangbild besser anzunehmen.
Spondylose bei Kleintieren ganzheitlich begleiten
Was ist eine Spondylose?
Die Spondylose (medizinisch Spondylosis deformans) beschreibt einen verschleißbedingten Umbauprozess der Wirbelsäule. Dabei bilden sich an der Unterseite der Wirbelkörper knöcherne Ausläufer – sogenannte Osteophyten.
Diese Zubildungen entstehen meist als kompensatorische Reaktion des Körpers auf bestehende Instabilitäten, beispielsweise durch eine nachlassende Elastizität der Bandscheiben. Der Organismus versucht hierbei, das betroffene Segment durch zusätzliche Verknöcherungen zu stabilisieren.
Der Verlauf:
• Die aktive Phase: Während sich diese „Knochenbrücken“ bilden, ist der Prozess für das Tier oft mit Entzündungsreaktionen und Schmerzen verbunden.
• Die Konsolidierung: Im fortgeschrittenen Stadium können die Ausläufer benachbarte Wirbel fest miteinander verbinden (Vollbrücken). Obwohl diese Versteifung zu einem dauerhaften Verlust der Beweglichkeit in diesem Bereich führt, tritt nach Abschluss der Verknöcherung häufig eine deutliche Schmerzlinderung ein, da die mechanische Reizung (die Instabilität) beseitigt wurde.
Symptome bei Hund und Katze
Da Hunde und Katzen Schmerzen unterschiedlich zeigen, ist ein genaues Beobachten der Bewegungsabläufe entscheidend.
• Beim Hund: Schwierigkeiten beim Aufstehen, Einlaufen nach Ruhephasen, Verweigern von Sprüngen (z. B. ins Auto), ein aufgekrümmter Rücken oder Empfindlichkeit bei Berührungen.
• Bei der Katze: Diese zeigen Schmerzen oft subtiler. Anzeichen sind hier das Meiden von erhöhten Liegeplätzen, ein struppiges Fell im hinteren Rückenbereich (da das Putzen durch die Steifheit schwerfällt) oder plötzliche Unsauberkeit, wenn der hohe Rand der Katzentoilette Schmerzen verursacht.
Ganzheitliche Behandlungsansätze
Da eine Spondylose radiologisch nicht umkehrbar ist, konzentriert sich die Therapie auf die Schmerzlinderung und den Erhalt der restlichen Beweglichkeit:
• Osteopathie & Chiropraktik: Diese manuellen Techniken sind essenziell, um die Segmente ober- und unterhalb der Versteifungen beweglich zu halten. Wenn ein Teil der Wirbelsäule unbeweglich wird, müssen andere Bereiche dies kompensieren und neigen zu schmerzhaften Blockaden. Manuelle Therapie löst diese Verspannungen und verbessert das Gangbild.
• Akupunktur: Sie stellt eine hocheffektive Ergänzung in der Schmerztherapie dar. Durch das Setzen gezielter Reize wird die lokale Durchblutung gefördert, die Muskulatur entspannt und die körpereigene Schmerzhemmung aktiviert. Besonders bei chronischen Prozessen wie der Spondylose hilft Akupunktur, den Bedarf an schulmedizinischen Schmerzmitteln oft deutlich zu reduzieren.
Management im Alltag: Ergänzend zur tierärztlichen Behandlung spielen moderate, gleichmäßige Bewegung sowie die Vermeidung von Kälte und Nässe eine tragende Rolle für das Wohlbefinden des Patienten.
Pressen und Streichen – Gua Sha gegen Energieblockaden und Faszienverklebungen bei Tieren
Gua Sha ist eine der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) entstammende Behandlungsmethode, die in der fernöstlichen Volksmedizin weit verbreitet ist.
Ein Fachartikel zum Thema Gua Sha Behandlungen bei Tieren von Elke Kurz erschienen in der Zeitschrift „Hands on“ (Ausgabe 1/25) zum
Download.

